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Willmy Magazin Nr. 6 | Oktober 2014

INTERVIEW HERRMANN info Ich hatte über die Jahre die Möglichkeit, ein tolles Team WORKSHOP-LOUNGE aufzubauen, das ich nun coache und auf ein erfolgreiches Wer mit Mitarbeitern oder Kunden in entspannter und gemeinsames Spiel einschwöre. Dabei darf ich nicht aus inspirierender Arbeitsatmosphäre tagen möchte, findet in den Augen verlieren, was die Gäste wollen. Herrmann´s Romantik Posthotel ein passendes Umfeld. Die neu gestaltete Workshop-Lounge ist mit 25 individu- willmy magazin: Sind Sie im Rahmen Ihrer „Trainer- ellen Sesseln und entsprechender Standardtechnik ausge- rolle“ auch Botschafter für die fränkische Küche? stattet. In den Tagungspausen kann man kulinarische Alexander Herrmann: Ja, das spielt natürlich Köstlichkeiten im Bistro oder Sternerestaurant genießen. immer eine Rolle. Ich wurde schon hin und wieder als workshop-lounge.de „Botschafter Frankens“ bezeichnet. Ich freue mich, wenn ich Botschafter für die fränkische Region sein kann. Aber ich bin das nicht bewusst. Das ergibt sich einfach. Das hat dann die Natürlichkeit, für die wir Franken so geschätzt willmy magazin: Und welche Neuerungen gibt es werden. (schmunzelt) aktuell? Alexander Herrmann: Jeder Unternehmer muss willmy magazin: Könnten Sie sich vorstellen, außerhalb schauen, wie er sich verbessern, sprich wachsen kann. Frankens ein Restaurant zu eröffnen? Wachstum hat nicht immer etwas mit Raum oder Umsatz Alexander Herrmann: Selbstverständlich. Meine Welt zu tun. Das kann auch Qualität bedeuten. Wir haben neue schließt nicht mit Franken ab, denn dann würde ich mich Zimmer eingerichtet und unseren Tagungsraum in eine ja verschließen. Jeder Ort auf der Welt hat seinen beson- Workshop-Lounge verwandelt. Ich bin häufiger auf deren Reiz. Man muss sich nur die Frage stellen, wohin Tagungen eingeladen und hatte irgendwann keine Lust passt man und wohin nicht. Ich fühle mich in vielen mehr, an in U-Form aufgereihten Tischen zu sitzen. Städten heimisch. Das hat natürlich auch immer mit den Statt einer uniformen Sitzordnung können die Gäste aus Menschen zu tun, die dort leben und damit, ob man sich 25 unterschiedlichen Sesseln, die Sitzgelegenheit wählen, angenommen fühlt. die am besten zu ihnen passt. Wir wollen einen Raum mit Wohlfühlcharakter schaffen, der inspiriert und motiviert. willmy magazin: Sie führen einen traditionellen Der Gast soll sich geschätzt fühlen. Dieses Konzept Familienbetrieb. Wie wichtig sind da Innovationen? möchte ich weiter verfeinern und auch auf andere Alexander Herrmann: Das Spiegelbild einer Gesell- Bereiche ausweiten. Denn das ist ein Anspruch, der die schaft wird in Gourmet-Restaurants immer wiederge- Gastronomie insgesamt betrifft. geben. Tradition und Innovation war Teil der Gefühlswelt der 90er-Jahre – ich hatte damals meine Speisekarte so SAMUEL HELLER AUS DER REDAKTION DES WILLMY MAGAZINS.DAS GESPRÄCH IN WIRSBERG FÜHRTEN DR. NINA BENKERT UND betitelt. Da gab es massenweise traditionelle Unternehmen mit innovativen Gedanken, so war es zumindest auf vielen LKW zu lesen. Die Unternehmer sagten: „Ich darf mich nicht zurücklehnen.“ Das halte ich für überholt. Ich muss nicht ständig sogenannte Innovationen hervorbringen. Foto: Martin Rehm INTERVIEWHERRMANN INTERVIEWHERRMANN Wichtiger als Aktionismus ist, zur richtigen Zeit Raum, der inspiriertINTERVIEW„Wir wollen einen und motiviert.“ das Richtige zu tun und mit seinen Mitarbeitern gut Lesen Sie den Artikel jederzeit auch Gourmet-Restaurants als Spiegelbild der Gesellschaft, Kochshowsund modernes Unternehmertum.Gastronom und TV-Sternekoch Alexander Herrmann über umzugehen. Das zeichnet modernes Unternehmertum auf Ihrem iPad – das Magazin steht imApp Store gratis für Sie bereit. 8 WILLMY MAGAZIN | OKTOBER 2014 WILLMY MAGAZIN | OKTOBER 2014 9 für mich aus. WILLMY MAGAZIN | OKTOBER 2014 15


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